Humour ticker | Deutsches Institut für Humor®

Humour ticker

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(Deutsch) Jeder Witz ist eine winzige Revolution. 30 Jahre deutsch-deutsche Humorgeschichte

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Eva Ullmann: Ich bin 1978 geboren, war also 1990 lediglich 12 Jahre alt. Damals war ich sehr irritiert, wenn mir jemand eine Verhaltensweise eines Menschen aufgrund seiner geographischen DNA erklären wollte. Das politische System hatte sich verändert, so viel war mir klar. Ich durfte reisen, wohin ich wollte, und studieren, wo ich wollte. Ich fand Freunde, wo ich wollte. Also scherte ich mich wenig um Ost und West. Noch weniger verstand ich Ossi- und Wessiwitze.

Warum wurde ich abgewertet nur aufgrund der Region, aus der ich kam? „Wie verdoppelt man den Wert von einem Trabi? Volltanken.“ Freunde von mir „aus dem Westen“ erlebten das ebenso: „Was ist der Unterschied zwischen einem Kuhschwanz und einem Wessi? Der Kuhschwanz verdeckt das Arschloch ganz.“ Wieso sollte ich Freunde beleidigen nur aufgrund ihrer Herkunft? Lebten wir doch in einer Bundesrepublik. Ich verstand, dass Humor eine Ventilfunktion hat. Die Menschen konnten die Widrigkeiten der Systeme vor der Wende durch diese Witze weglachen. Ich verstand langsam, dass es in der Zeit zweier Systeme Witze zur Distanzierung und zur Auflockerung gab. Um die Unlogik der Systeme aushalten zu können. Zur Abgrenzung und Abwertung der Parteispitzen. Das zeigt sich in zahlreichen Honecker-, aber ebenso in Kohl-Witzen. Egal, ob unter der Hand oder in der Politischen Fernsehsendung: „Was war der Unterschied zwischen dem Politbüro der DDR und einem Krokodil? Das Krokodil hat 72 eigene Zähne, das Politbüro insgesamt nur etwa 13.“

Lesen Sie mehr: Jeder Witz ist eine winzige Revolution


(Deutsch) Humor im Betrieb zur Fußball-WM

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“Ein charmantes Beispiel für den Einsatz komischer Kritik im Unternehmenskontext hat ein Autobauer während der Fußball-WM geliefert. Dass Mitarbeiter unter vorgeschobenen Gründen fehlten, um die Spiele verfolgen zu können, führte zu Unmut unter denen, die regelmäßig zur Arbeit erschienen. Die Geschäftsleitung ging das Problem mit einem Schild an, das sie an die Tür der Werkhalle hängte: Jeder Mitarbeiter, der krank sein wird oder zu einer Beerdigung muss, meldet sich bitte bei der Sekretärin bis zehn Uhr am Tag vor dem Fußballspiel. Ein wahrer Kunstgriff: Die Schwänzer fühlten sich nicht auf den Schlips getreten, die Pflichtbewussten waren zufrieden, dass gehandelt wird, amüsiert waren alle.

(Andree Martens, “Weiterkommen mit Witz”, Humor im Business, managerSeminare 12/2010)


(Deutsch) Interview mit Adam Fletcher über deutschen und britischen Humor

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Wir haben mit Adam Fletcher gesprochen, dem Autor der Bücher “So Sorry: Ein Brite erklärt sein komisches Land” und “Wie man Deutscher wird – in 50 einfachen Schritten”. Dabei ging es um die Vor- und Nachteile von deutschem und britischem Humor: versüßtes Leben, Tabus, Sarkasmus – und Loriot.

> Interview Adam Fletcher